Mazella & Palmer „Education – Worldwide!“

 

Im Jahr 2011 gelingt es Jean Baptiste Mazella und Dove Palmer ihr entwickeltes Education-Programm mit Mazella&Palmer in London ins Leben zu rufen. Kennengelernt haben sich der Franzose und gebürtige Brite schon vorher und arbeiteten jahrelang an dem Konzept, optimal angepasste Seminare für die Weiterbildung von Friseurinnen und Friseure anzubieten.

„Unsere Philosophie lässt sich im Grunde in einem Satz zusammenfassen: Es kommt nicht nur darauf an „wie“ man Haare schneidet und färbt, sondern „warum“ man sie auf diese Art und Weise schneidet und färbt! Es dreht sich quasi alles um das „Warum“. Es geht nicht nur darum verschiedene Mode-Trends der aktuellen Saison zu imitieren, sondern über diesen Tellerrand hinwegzublicken und den Knochenbau des Kopfes, die jeweilige Haarstruktur und verschiedenen Wachstumsmuster zu beachten. Die Knochenstrukturen des Kopfes  sind gekoppelt an die verschiedenen Formen von Frisuren. Zudem ist es wichtig zu verstehen, wie das Haar fällt und aus was es sich zusammensetzt. Ziel der Seminare ist es, ein größeres Gesamtverständnis für die Haare zu entwickeln und genaues Wissen über Haare zu vermitteln – Trends sind daher nur reine Nebensache. Letztlich gilt immer: Wissen ist Macht! Man sollte sich nie auf seinen Lorbeeren ausruhen, sondern stets versuchen, das Personal so gut wie möglich zu unterstützen und weiterzubilden“, erklärt Dove Palmer.


Jean Baptiste Mazella (Geschäftsführer, Creative Director)

Obwohl in ihrer Zentrale in London keine Seminarräume integriert ist, sind sie mit ihren Semniaren mittlerweile in über 20 Ländern rund um den Globus vertreten. Es wundert daher kaum, dass das 2-köpfige Team bald Verstärkung braucht und hierfür Faye Turner engagiert.

„Die gesamte Verwaltung wird über unsere Geschäftsstelle in London organisiert und da es hier viele Firmen gibt, die ähnliche Angebote wie wir haben, entschieden wir uns, den globalen Markt zu erschließen. Deswegen waren wir in den letzten Wochen in Mexiko, Kanada und Frankreich. Sagen wir es kurz: Wir sind viel unterwegs“, lacht Dove Palmer. Während sich Jean Baptiste Mazella  stetig mit der Firmenentwicklung und dem Management befasst, behält er die Entwicklungen im Educationbereich und die Organisation der Seminare im Auge. Faye Turner hingegen ist verantwortlich für die Qualitätssicherung und ist im kreativen Bereich tätig. Es ist das Aufeinandertreffen drei völlig unterschiedlicher Persönlichkeiten: „Wir alle haben unterschiedliche  Stärken, die sich sehr gut im Team ergänzen. Das Schöne an Teamwork ist, dass man sich wunderbar ergänzt und gegenseitig auch inspiriert“, fährt Faye Turner fort. „So haben wir alle einen anderen Blick auf das Haar, kommen jedoch meistens zum gleichen Ergebnis.“

Als eingeschworenes Team meistern sie die enorm hohe Nachfrage aus aller Welt und organisieren ihr globales Netzwerk. „Der Grund dafür, dass wir in die einzelnen Salons fahren und dort unsere Seminare anbieten liegt darin, dass wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eines Salons die Möglichkeit geben wollen, an diesen Unterrichtseinheiten teilzunehmen. Zudem ist es für unsere Kundinnen und Kunden mit weniger Kosten verbunden, wenn wir ins Ausland, in ihre Salons reisen. Ansonsten müssten die Saloninhaber nämlich für die Teilnahme an den Seminaren mit der gesamten Belegschaft nach London kommen. Wir planen dennoch zusätzlich hier in London einen kleinen Store zu eröffnen, in dem wir – in einem kleineren Rahmen – Seminare anbieten wollen.“


Dove Palmer (Geschäftsführer, Creative Director) 

Mazella&Palmer steht für Spitzenqualität – und ihre Kundinnen und Kunden wissen das:  Die Nachfrage nach den Weiterbildungsseminaren ist mittlerweile so groß,  dass sie bis Ende des Jahres 2016 vollständig ausgebucht sind. Jean Baptiste Mazella  und Dove Palmer wissen warum: „In unseren Seminaren steht zunächst die Friseurin oder der Friseur im Mittelpunkt. Wir legen das Augenmerk auf die Physis, konkret die Körperspannung. Wenn die Hüfte im Gleichgewicht ist und man sich weder nach vorne, noch nach hinten lehnt, hat man einen absolut festen Stand. Es geht uns also zunächst darum, eine bestimmte Körperspannung zu erreichen und zum Beispiel dabei auf die Haltung der Hand zu achten: Es macht nämlich einen großen Unterschied, wie das Haar in den Fingern liegt. Dabei ist beispielsweise auch die Position der Ellenbogen wichtig, da von dort aus die Dynamik der Hand gesteuert wird. In einem nächsten Schritt, geht es uns darum Leitfäden über verschiedene Themen zu geben. Bei der Knochenstruktur beispielsweise ist es eindeutig entscheidend, ob es sich um eine weiche oder stärkere Form handelt. Je nach Knochenstruktur wird die Schnitttechnik individuell angepasst und garantiert ein optimales Gesamtergebnis.“

 
Faye Turner (Qualitätssicherung & Kreativbereich)    

„Das gleiche gilt auch für die Coloration der Haare: Es geht wieder um das „Warum“. Dabei kooperieren wir nicht mit bestimmten Industriepartnern sondern arbeiten mit den Produkten die vorhanden sind“, ergänzt Faye Turner und lächelt freundlich. Für den Friseurberuf entscheidet sie sich erst spät: Als  Rezeptionistin einer Fachhochschule für Friseure kommt sie mit etwa 20 Jahren zum ersten Mal mit dem Beruf in Kontakt. Schnell wird ihr bewusst, dass sie sich für den Friseurberuf begeistern kann und wird durch ein paar glückliche Umstände in der gleichen Einrichtung ausgebildet. Danach arbeitet sie in verschiedenen Salons in London, bis sie feststellt, dass sie gerne unterrichten würde. Außergewöhnlich sind auch die Anfänge Dove Palmers:

„Nach meinem Schulabschluss, arbeitete ich über den Zeitraum von 12 Jahren als Maler und Innenausstatter. Im Alter von 30 Jahren bin ich dann nach Birmingham gezogen und habe im College Kurse zum Frisieren besucht. Nach dem College ist es mir direkt gelungen im Salon des damaligen britischen ‚Hairdresser oft the Year‘ zu arbeiten.  Bereits bei meinem ersten Haarschnitt wusste ich, dass ich den Friseurberuf auch lange in der Zukunft machen will. Leider ist mein damaliger Vorgesetzter im Jahr 2000 verstorben, weshalb ich den Entschluss fasste nach London zu ziehen und mich dort für einen neue Arbeit zu bewerben. Die Entscheidung für den Lehrberuf traf ich ebenso  bereits in Birmingham. Dort besuchte parallel zu meinem Salonalltag verschiedene Kurse über Schnitt- und Colorationstechniken. Jedes Mal, wenn ich die Lehrerinnen und Lehrer dort sah, dachte ich mir im Stillen: ‚Das würde ich auch gerne machen‘.“

Privat verbringt Dove Palmer viel Zeit mit seiner kleinen Familie – die Entspannung und Ruhe, die er zu Hause erlebt helfen ihm, sich dann auf seine Arbeit zu konzentrieren. Die Kraft wird er auch zukünftig brauchen, denn die langfristigen Ziele bei Mazella&Palmer sind groß angelegte Projekte:

„Mazella&Palmer ist derzeit stark auf die Schnitttechniken konzentriert. Daher ist unser nächstes Ziel die Seminare für Colorationstechniken in einer größeren Bandbreite anzubieten. Dabei wollen wir nichts überstürzen“,  erklärt Dove Palmer und beginnt zu grinsen: „Vielleicht ist das bei uns ein bisschen so, wie in einem Restaurant. Bietet eine Speisekarte eine große  Anzahl von Gerichten an, ist man schnell überfordert und fragt sich: ‚Wie kann es sein, dass so viele verschiedene Gerichte angeboten werden. Da kann die Qualität nicht stimmen!‘ Stattdessen ist eine Speisekarten mit sorgfältig ausgewählten Gerichten immer zugänglicher und verspricht oft auch mehr Qualität.“ Dann wird er wieder ernst und fährt fort: „Dieser Gedanke ist auch für uns sehr wichtig. Es ist dabei wichtig, nicht nur das Personal zu erweitern sondern gleichzeitig ein homogenes Team aufzubauen. Langfristig wollen wir eine Akademie mit einem beständigen Team ins Leben rufen. Danach vielleicht auch verschiedene Filialen an exquisiten Plätzen, wie Pairs, Tokio und New York eröffnen. Wir würden jedoch nichts tun, was der Qualität unseres Angebots schaden würde. Auch planen wir unsere eigene Produktpalette bestehend aus Shampoos, Conditionern oder Haarbürsten auf den Markt zu bringen. Bisher hatten wir dafür aber noch keine Zeit.“

www.mazellaandpalmer.com

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