Congratulations! Julia Beckers ist „Global Winner“ beim Revlon Professional Style Masters International Contest 2017!

Die sympathische Jungstylistin aus Aachen gab uns einen tollen Einblick in den Alltag in ihrem Friseursalon „Blondes Gift by Julia Beckers“ und begeisterte uns mit einer spannenden Sicht auf den Revlon Professional Style Masters International Contest 2016, bei dem sie zu den Finalisten zählte. In diesem Jahr wollte es Julia noch einmal wissen und ihr gelang beim imposanten Finale des 9. Style Masters International Contests am 8. Mai 2017 in Brüssel der erhoffte Sieg! Über 4000 Gäste aus mehr als 50 Nationen feierten die deutsche Finalistin, die sich bei der internationalen Konkurrenz durchsetzen und den Titel „Global Winner 2017“ erfolgreich sichern konnte! Dieses Mal waren wir wieder hautnah dabei und gingen der Frage nach, wie Julia und besonders ihre Familie den internationalen Wettbewerb erlebt haben.

Herzlichen Glückwunsch Julia! Es war für Dich die 2. Teilnahme am Revlon Professional Style Masters International Contest. Warst Du dadurch etwas gelassener?  

Nein, im Gegenteil. Die Tatsache, dass ich es im Jahr 2016 bereits bis ins Finale geschafft habe, hat mich sehr nervös gemacht. 

Also keine Ruhe?

Absolut nicht! Ich war von Anfang an sehr angespannt, da ich mich selbst unter Druck gesetzt habe: Der Anspruch, mich selbst zu übertreffen und das persönliche Ziel, es mindestens wieder unter die Finalisten, es also weltweit unter die Top 9 zu schaffen, hat mich wirklich sehr gefordert. Daher musste alles perfekt sein und dem internationalen Niveau gerecht werden. Die Angst es nicht ins Finale zu schaffen war riesig und es wäre für mich eine absolute Niederlage gewesen. 

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Das klingt nervenaufreibend. Wie hat Deine Familie darauf reagiert?

Die haben natürlich auch gemerkt, welchen Stress ich mir mache. Während der nächtelangen Shootings sagten sie zwar, es wäre Wahnsinn, blieben aber bis zum Schluss optimistisch und haben mich unterstützt. 

Es ist Deine 2. Teilnahme beim Style Masters International Contest. Gab es daher beim Erarbeiten der Looks Abläufe für Dich, die Dir leichter von der Hand gingen?

Nein. An Routine oder ähnliches war überhaupt nicht zu denken und organisatorische Zwischenfälle stellten mich immer wieder vor neue Herausforderungen: Meine beiden Shootings für die Looks waren aus zeitlichen Gründen sehr eng geplant und kurz vor dem
2. Shooting, viel dann leider das Model aus. Damit war das erste Shooting hinfällig und ich musste ein neues Model finden. Dank guter Kontakte funktionierte das ganz gut.  Dennoch war die Zeit sehr knapp und es war unmöglich, die gesamte Kollektion an einem einzelnen Abend zu shooten.

Hattest Du dadurch auch Zweifel, dass Du es nicht schaffen könntest?

Ich wollte unbedingt meine Ziele erreichen, obwohl schon die ersten Stimmen laut wurden, die sagten, dass ich mir überlegen sollte, ob sich das alles überhaupt noch lohnt. Schließlich war der Zeit- und Kostenfaktor inzwischen sehr hoch. Aber ich wollte das unbedingt. Also wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt und das letzte Shooting haben wir dann am 30.12., bis spät in die Nacht gehabt. Das war für mich als Saloninhaberin besonders hart, da die gesamte Umsetzung parallel zum Alltag im Salon stattfand und ich glaube, jeder Friseur weiß, wie man sich am 30.12. nach dem Weihnachtsgeschäft und dem Silvester-Marathon fühlt. 

Aber es hat sich gelohnt! Hattest Du bei den Looks einen Schwerpunkt?

Technik, Technik, Technik… Das stand dieses Jahr ganz oben auf meiner Liste. Der Commercial Look sollte ein Trend-Look sein. Das ich damit den Nagel auf den Kopf getroffen hatte, wurde mir klar, als ich die tolle Havanna Kollektion von Revlon Professional das erste Mal gesehen habe. Zu dem Zeitpunkt war meine Kollektion schon fertig und der Einsendeschluss bereits abgelaufen. Neben „Oldschool“-Tools, wie Haarnetze oder Kreppeisen habe ich nach alternativen Tools gesucht. So habe ich die Locken für den Commercial Look mit Schaschlik Spießen kreiert. Für den Editorial Look habe ich mir Zahnstocher zur Hilfe genommen. Der Material-Mix der Designerin sollte sich eben auch im Texture-Mix der Haare widerspiegeln.

Welche Rolle hat in dieser Zeit Dein Team und Revlon Professional gespielt?

Das Team hat eine große Rolle gespielt! Mit meiner Make-Up Artistin habe ich mich intensiv ausgetauscht. Sie hatte beim Avantgarde Look die tolle Idee, dem Model die Pins ins Gesicht zu kleben. Die Fotografen haben genau gewusst, was ich wollte und haben sich größte Mühe gemacht, meine Looks zu inszenieren. Sie sorgten auch für gute Stimmung, wenn die Situation angespannt war. Ich bin sehr dankbar dafür, so kreative und gute Leute um mich zu haben. Auch das Team um Revlon Professional war immer ein kompetenter und verlässlicher Ansprechpartner für mich.

Die Tage vor dem Style Masters International Contest… Warst Du sehr aufgeregt?

Eigentlich war ich total happy. Ich hatte mein persönliches Ziel erreicht, stand wieder auf der großen Bühne und hatte einmal mehr bewiesen, internationales Know-how zu besitzen. Aber es war unglaublich, denn eine Woche vorher verspürte ich dieses Kribbeln im Bauch, wenn ich an die Show dachte. Die Nervosität nahm mit jedem Tag zu und wurde dann so groß, dass ich so viel wie möglich im Salon gearbeitet habe: So hatte ich wenig Zeit dafür, um darüber nachzudenken, was wohl passieren könnte.

Hat Dir Deine Familie in dieser Zeit Ratschläge gegeben? 

Sie waren alle sehr bemüht! Sie haben so manche Laune über sich ergehen lassen und trotzdem noch ein liebes Wort für mich gehabt. Besonders
gefreut habe ich mich über eine Karte von meiner Oma: Sie hatte ein paar sehr schöne Sätze geschrieben
und mir viel Glück und Erfolg
gewünscht.

Gab es einen Zeitpunkt, in dem du besonders emotional warst?

Den emotionalsten Moment hatte ich am Sonntagmorgen vor dem Style Masters International Contest. Meine Anspannung hatte den Höhepunkt erreicht und ich ging eine Runde mit meinem Hund spazieren, um einfach nochmal für mich zu sein. Auf dem Rückweg traf ich meinen Bruder mit seinem Hund. Er fragte mich ob ich alle Sachen gepackt hatte und ob ich aufgeregt sei. Da war dann kein Halten mehr und ich brach völlig unerwartet in Tränen aus. Mein Bruder reagierte sehr souverän und nach einer Umarmung und ein paar tiefen Atemzügen fühlte ich mich besser. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.

Emotional war sicherlich auch der Moment, als Du auf der Bühne gestanden bist und darauf gewartet hast, dass der Name des Siegers verlesen wird?

Das ist absolut richtig! Ich wusste nicht, was auf mich zukam und habe meine Chancen im "Best Commercial Look" oder "Best Live Execution" gesehen. Als beide Titel vergeben waren, habe ich nur darauf gewartet, dass das große Finale kommt. Mein Model flüsterte mir zu: „Julia, wenn wir gar nichts gewinnen, bin ich aber schon enttäuscht!“ 

Und ich antwortete ihr: „Es gibt jetzt nichts mehr zu gewinnen, jetzt wird der Global Winner gekürt!“

Und dann hast Du Deinen Namen gehört…

Ja. Es war absolut unglaublich! Ein bisschen wie im Traum... Man kann den Moment nicht beschreiben, in dem sich all die Umstände, Nerven und Bemühungen auszahlen. Wenn das, was man liebt und für was man selbst steht, mit so viel Anerkennung gewürdigt wird, ist das einfach gigantisch! Getragen von Euphorie und den Glücksgefühlen habe ich mir das Video, das mein Freund von dem Moment aufgenommen hat, danach noch immer wieder angeschaut. Und immer wieder rollten Freudentränen. Das hat ein paar Tage angehalten. Nach einer Woche konnte ich meinen Kunden im Salon das Video zeigen, ohne dass ich gleich wieder anfangen musste zu weinen.

Es ist wirklich ein großartiger Erfolg! Wie sind Deine Zukunftspläne? 

Eigentlich bin ich ein sehr strukturierter Mensch, der langfristig plant. Das kann ich in Bezug auf meine Zukunftsplanung jetzt gerade nicht behaupten. Ich möchte aber nichts ausschließen und als Global Winner kann ich mir alles vorstellen. Ich würde sehr gerne ins Ausland gehen, die Szene beeinflussen und mich weiterentwickeln.

Bedeutet das auch die Teilnahme an anderen internationalen Wettbewerben?

Oh, ja! Gerade läuft ein Wettbewerb des amerikanischen Magazins BEHINDTHECHAIR, für den ich mich bereits beworben habe. Auch die Alternative Hairshow in London habe ich dieses Jahr noch auf dem Zettel. Mal sehen, was daraus wird.

Wir wünschen Julia weiterhin alles, alles Gute und sind uns sicher, dass wir in Zukunft noch von ihr hören werden…

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www.julia-beckers.de

www.stylemasters.com/contest/de

 

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