Thomas Ochsenkiel „Wir haben große Ziele!“ Empfehlung

 

In der Frisurbranche ist Thomas Ochsenkiel ein alter Hase, der es genau versteht, sich immer wieder neu zu erfinden. Die Jahre haben ihn geprägt und sein eindrucksvoller Lebenslauf zeigt, dass sein unternehmerisches Geschick, seine gesammelten Erfahrungen und sein feines Fingerspitzengefühl zu beeindruckenden Stationen in seiner Karriere verholfen haben. Heute krempelt er die Ärmel hoch und setzt im deutschsprachigen Raum mit seinem Unternehmen Pure Identitiy und der italienischen Marke Medavita ein neues Zeichen!

CUTwalk: Guten Tag Herr Ochsenkiel! Können Sie uns kurz die wichtigsten Stationen in Ihrem Lebenslauf skizzieren?


Thomas Ochsenkiel:
Geboren bin ich im Jahr 1959 – bin also nicht mehr so ganz jung (lacht) und habe insofern auch schon ein bisschen etwas erlebt. Studiert habe ich die Fächer Wirtschaftsingenieurwesen und Elektrotechnik an der TH Darmstadt und wollte ursprünglich Staudämme bauen. Dann fand eines Tages im Rahmen der Seminare an der Uni eine Unternehmensvorstellung der Wella AG statt und ich kam mit dem Vorstand ins Gespräch. Prompt hatte ich ein Angebot als Vorstandsassistent bei der Wella AG anzufangen und kann im Nachhinein sagen, dass das mein persönlicher Einstieg in die Welt der Haarkosmetik und später auch in die Kosmetik war.


CUTwalk:
Von den Staudämmen weg, direkt in die Friseurbranche – das klingt sehr ungewöhnlich!

Institutional brand image 2013

Thomas Ochsenkiel:
Das war es auch
 im ersten Moment. Aber als Vorstands-assistent bei der Wella AG habe ich ab 1989 sehr viele Erfahrungen gesammelt. Für diese Zeit bin ich sehr, sehr dankbar. Dann bekam ich 1997 das Angebot die Firma Kadus International in Lenzkirch, als Geschäftsführer zu übernehmen und zu verantworten. Die Arbeit und die Entwicklung der Firma lagen mir sehr am Herzen, sodass ich nach insgesamt
7 Jahren Kadus International aus dem Konzern P&G herauskaufen wollte. Nachdem mein Angebot eines MBO (Management Buy Out) für die Kadus Gruppe letztlich nicht angenommen wurde, habe ich von anderen Konzerninternen Offerten abgesehen und mich selbstständig gemacht.


CUTwalk:
Die Selbstständigkeit war sicherlich ein großer Schritt. Wie kann man sich das vorstellen?


Thomas Ochsenkiel:
Zunächst gründete ich im Jahr 2004 das Unternehmen THEMA AG, die die Marken Wunderbar und Alterna vertrieben hat. Es war ein wirklich sehr spannendes Thema mit tollen Produkten kombiniert mit der ersten und einzigen FriseurAG. Ende 2011 habe ich mich entschieden, das Geschäft zu verkaufen und bin mit den Marken und Mitarbeitern in die Welt der Großhändler gekommen. Die Firma Sally Beauty Holdings, bzw. ihre Tochter Pro-Duo war der Käufer.


CUTwalk:
Damit waren Sie inmitten der großen Marktspieler. War das für Sie persönlich die richtige Entscheidung?


Thomas Ochsenkiel:
Im Nachgang kann ich sagen, es war nicht die richtige Entscheidung. Manche Konzerne ändern ihre Strategien häufiger als es gut tut. Um es kurz zu machen, die Zeit war ein kurzes und lehrreiches Intermezzo. Ich blicke heute optimistisch in die Zukunft, da ich mit der Gründung der Firma und Marke Pure Identity im Jahr 2014 die Rückbesinnung auf einen selektiven und glaubhaften Markenvertrieb eingeleitet habe. 


CUTwalk:
Pure Identity ist das Schlagwort. Wie sind sie auf Medavita gestoßen?


Thomas Ochsenkiel:
Schon mit der Firma Kadus hatte ich in der Vergangenheit versucht eine Kooperation zu Medavita aufzubauen. Medavita gilt in Italien, von der Historie her, als der absolute Kopfhautspezialist: also ein wirkliches Unternehmen mit einer tiefen Kernkompetenz auf der Kopfhaut, seit seiner Gründung am Anfang der 1960er Jahre. Im Jahr 2014 bin ich dann auf der Messe in Frankfurt wieder auf Medavita gestoßen, wo der Exportleiter von Medavita nach einem Distributor gesucht hat. Nach einem dreistündigen Gespräch auf dem Messestand haben wir uns die Hände gereicht (lacht). Seitdem bin ich offiziell der Distributor von Medavita in allen deutschsprachigen Ländern.


CUTwalk:
Das klingt sehr spannend! Was verbinden Sie mit Medavita?


Thomas Ochsenkiel:
Medavita steht heute da – in einem komplett neuen, wunderschönen Kleid – hat seine bewährten Rezepturen der Vergangenheit aber nicht verändert. Keine andere Marke unterzieht sich so strengen Kontrollen und Tests auf wissenschaftlicher Basis. Das gilt für jeden einzelnen Ansatz, wo Auskünfte über die Verträglichkeit und über die Wirkungsweise gewonnen werden. Die klinischen und dermatologischen Tests, die seit den 60er Jahren durchgeführt werden, dauern bis heute an und wir reden von ca. 50.000 Probanden, die über die Jahre zusammengekommen sind. Die meisten der Wirkungsrezepturen sind tatsächlich noch aus den 60er Jahren und andere sind natürlich angepasst an die heutige Welt, das ist klar. Unsere Parfums die wir verwenden, sind ganz modern und finden sehr viele Freunde. Natur, Wissenschaft und Schönheit gehen in dieser Marke Hand in Hand und alle Produkte halten, was sie versprechen. Es ist also eine absolut faszinierende Welt, die die Basis von Medavita bildet und heute eben ergänzt ist, um ein komplett volles Sortiment und ein wunderschönes Farb-, Tönungs- (saure und alkalische) und Direktziehersortiment. Im Prinzip sind wir mit Medavita aufgestellt, wie kein Anderer und möchten in Deutschland sehr viel erreichen. 

Anti hair loss intensive treatment 13x6ml

CUTwalk:
Wir haben Sie auf der Top Hair Messe in Düsseldorf am Stand besucht. War die Messe erfolgreich für Sie?


Thomas Ochsenkiel:
Es war der Wahnsinn! Die Leute haben uns überfallen… Seit 2,5 Jahren sind wir nun mit einer tollen Marke und einer sehr erfahrenen Mannschaft im Markt, waren allerdings sehr leise und haben an unserer Distribution gearbeitet, um eine fundierte Basis zu erschließen. Das ist uns gelungen und wir haben mit Düsseldorf also zum ersten Mal unser Fenster geöffnet. Es war ein klares Statement! Und das schönste ist die Nacharbeit: Wir haben nämlich so viele neue Bewerber – eine Mappe von über 30 Leuten, die mit uns gehen wollen. Das ist phänomenal und eben auch das Ergebnis unseres Statements.


CUTwalk:
Das Statement ist gesetzt. Wo sehen Sie Ihre Ziele auf dem deutschen Markt und darf ich fragen, mit wie vielen Friseursalons Sie derzeit schon zusammenarbeiten? 


Thomas Ochsenkiel:
Sicher. Durch unsere Aufbauarbeit sind wir mittlerweile in 500 Salons. In ca. 2/3 der Salons sind wir die alleinige Marke. Das wollen wir zukünftig vorantreiben und ich glaube, da sind wir auf einem sehr guten Weg. Das Produkt hält nämlich, was es verspricht und es verkauft sich auch sehr gut. Wir sind umfänglich aufgestellt: Von den Salontools, über die Kommunikation, die Trainings, die wir machen, die ja auch wirklich die Produkte zum Inhalt haben, über Weiterbildungen, die wir bis nach Italien machen. In Mailand, Rom, Turin und in Florenz haben wir unsere Studios, wo wir mit unseren deutschen Kunden auch hingehen können. Wir haben natürlich auch unsere Trainingscenter in Berlin, in der Nähe von München, in Köln und in Düsseldorf. Also auch dort sind wir in Salonakademien vertreten – wir haben übrigens dort keine eigenen Studios, denn das ist meiner Meinung nach toter Raum. Wir bieten ein breites Spektrum für die Kunden an:
Mit Massagen, Ritualen, Pflegeritualen und natürlich auch mit Farb- und Cut-Techniken usw… Wir haben eine Vielzahl an schönen Ideen, die den Friseursalon einzigartig machen, wo man nicht nur das Produkt ins Regal stellt, sondern sehr leicht auch sein Serviceverhalten upgraden und sich insofern auch selber auf eine neue Stufe stellen kann. Dafür steht Medavita auf der ganzen Linie!

PURE ESTHETIC FOUNDATION2016

CUTwalk:
Sicherlich gestaltet es sich nicht so ganz einfach…


Thomas Ochsenkiel:
Ich sag‘ mal nicht, dass es schwer ist! Aber es sind natürlich viele Bälle, die man gleichzeitig jonglieren muss: Das haben wir, so glaube ich, ganz gut im Griff. Das merken und erkennen die Kunden natürlich immer mehr und insofern gibt es auch immer mehr Zuwendung.


CUTwalk:
Das ist verständlich. Wie viele Mitarbeiter haben Sie dafür deutschlandweit?


Thomas Ochsenkiel:
Derzeit sind wir mit zwölf Außendienstleuten unterwegs und decken damit beinahe ganz Deutschland ab. Beinahe, denn wir suchen im Norden noch Verstärkung, die wir aber hoffentlich durch diese Messe gefunden haben. Fachlich sind wir mit freien und festen Mitarbeitern unterwegs, die wir bedarfsmäßig einsetzen.


CUTwalk:
Eine persönliche Frage: Wenn Ihre Mitarbeiter sie beschreiben müssten, welche Charaktereigenschaften würden sie Ihnen zuschreiben?


Thomas Ochsenkiel:
Ach du grüne Neune… Er liebt Eis! (lacht) Und ist ansonsten ein ziemlich umgänglicher Chef, der für vieles Verständnis hat, aber nicht für alles. Vielleicht koche ich auch gerne mit vielen Töpfen (lacht). Manchmal auch mit zu vielen (lacht), aber wir sind eben auch mit Pure Identity international unterwegs. Sprich, wir sind heute in sieben Ländern vertreten, und zwar nicht in den kleinsten, sondern in den großen europäischen Ländern, den USA und in Australien und die brauchen natürlich auch ein bisschen Aufmerksamkeit (lacht). Das Alleinstellungsmerkmal unserer Marke Pure Identity ist das SYSTEM21. Mit 21 Tuben ist der Colorist in der Lage so viele Nuancen zu kreieren, wie es in einer klaren Nacht Sterne am Himmel gibt – ein einzigartiges Konzept.


CUTwalk:
Zum Schluss: Welche Botschaft haben Sie für die Saloninhaber und Friseure?


Thomas Ochsenkiel:
Unternehmen, wie wir es sind, gibt es immer weniger. Unser Ziel ist es, dem Friseur zu dienen und eine Unterstützung zu bieten und ihn nicht als Melkmaschine anzusehen. Unsere Bemühungen gehen ja nicht nur in die Produktverkäufe, oder die richtige Anwendung unserer Produkte, sondern sie gehen auch in Richtung Salonmanagement und Salondarstellung. Wir bieten Tools, um die Salons ein bisschen frischer machen und ermutigen die Friseure und Saloninhaber ihr Bild nach Außen aufzupeppen, weil man im Laufe der Zeit sehr schnell vergisst, dass das ein wesentlicher Wettbewerbsbonus ist, den man sich erarbeiten kann. Frischer Wind im Salonalltag ist nicht schwer! Man muss nicht für 50.000 Euro den Salon umbauen. Da reicht es auch mal, an einem Wochenende viel Arbeit zu investieren, die Wände neu zu streichen, die Farbe zu wechseln, ein paar neue Displays, oder neue Aufsteller mit neuen Fotos anzubringen, um wieder für mehr Pepp zu sorgen. Dann ist der Salon fast wie neu und man kann eine neue Spielwiese und neue Dienstleistungen anbieten. Das sind Dinge, die wir eben auch über unsere Teams anbieten. Wir haben da beispielsweise kleine Architektenteams von der Universität, die mit dem Bus anreisen und Hilfeleistungen geben. Das ist, glaube ich, das Salz in der Suppe, diese totale Hinwendung und nicht die Irritation, sich auch noch auf anderen Märkten zu tummeln und zu überlegen, was man mit dem Großhandel oder dem Retailgeschäft macht. Ich glaube, kleinere Unternehmen sind für Friseursalons die besseren Partner. Davon bin ich überzeugt, denn ich habe es auch schon anders erlebt. Das ist meine Botschaft.

DSC 9030

CUTwalk:
Das ist ein weiteres Statement! Danke für Ihre Zeit Herr Ochsenkiel! Ihnen weiterhin alles Gute.

medavita-professional.de

 

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